Mein Nachhilfekind ist ein Mädchen aus Rumänien und besucht die 4. Klasse einer Grundschule. Ich begleite sie bereits seit zwei Schuljahren. Die dritte Klasse hat sie wiederholt. Ihre Mutter spricht kaum Deutsch, ihr Vater kann sich etwas besser verständigen.
Am Anfang war die Nachhilfe auch für mich eine große Herausforderung, weil das Mädchen selbst kaum Deutsch sprach. Rückblickend bin ich sehr stolz darauf, was sie – und was wir gemeinsam dank der Nachhilfe – erreicht haben.
Ich unterstütze sie in den Fächern Deutsch und Mathematik und treffe sie drei- bis viermal im Monat. Zeitweise fand die Zusammenarbeit digital statt: Ich schickte ihr Aufgaben, sie sandte mir ihre Lösungen zurück und ich korrigierte diese anschließend.
In der 4. Klasse zeigte sie großen Einsatz und ihre Noten wurden kontinuierlich besser. Das freute mich besonders im Hinblick auf den bevorstehenden Übertritt. Ich sehe in ihr großes Potenzial und sie merkt zunehmend selbst, worauf es beim Lernen ankommt.
Im Vergleich zu unserer Anfangszeit ist sie sehr fleißig geworden. Sie erzählt mir häufig, warum sie inzwischen so gut lernen möchte. Schon in ihrem jungen Alter erkennt sie, dass Bildung ihr eine Perspektive für die Zukunft eröffnet.
Ich bin stolz darauf, dass ich sie schon so lange begleiten darf und ihre Entwicklung miterleben kann. Ich sehe, dass meine Arbeit Früchte trägt. Auch meinen Beruf als Lehrerin betrachte ich durch die Nachhilfe noch einmal aus einem anderen Blickwinkel. Dabei merke ich, wie viel Freude mir diese Arbeit bereitet und wie stolz sie mich macht.